Am 27. April 2026 kamen in der Stadtwerkstatt Berlin mehr als 60 junge Engagierte und Fachkräfte zusammen, um über ihre Erfahrungen, Erwartungen und Herausforderungen im Ehrenamt zu sprechen. Im Mittelpunkt stand die Frage: Was braucht junges Engagement heute wirklich?
In einer Fishbowl-Diskussion und an thematischen Tischen tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Wege ins Engagement, Anerkennung, Zugehörigkeit, Diskriminierung und Barrieren aus.
Dabei wurde deutlich: Junge Menschen engagieren sich aus Überzeugung, persönlichen Erfahrungen und dem Wunsch, gesellschaftlich etwas zu bewegen. Für einen guten Einstieg brauchen sie jedoch leicht zugängliche Informationen, persönliche Ansprache, Mentoring und kleine, gut begleitete Aufgaben. Besonders wichtig sind außerdem Gemeinschaft und das Gefühl, dazuzugehören.
Gleichzeitig erleben viele junge Engagierte Hürden: Bürokratie, fehlende Orientierung, finanzielle Belastungen, unklare Strukturen und Diskriminierung können Engagement erschweren. Insbesondere junge muslimische Engagierte berichteten von Vorurteilen, fehlender Repräsentation und strukturellen Ausschlüssen.
Die zentralen Forderungen des Forums sind deshalb: Engagement muss zugänglicher, diversitätsorientierter und nachhaltiger werden. Dafür braucht es verlässliche Strukturen, Anerkennung, Mitbestimmung, Schutz vor Diskriminierung sowie ausreichend Ressourcen für Projekte und Begleitung.
Die konkreten Forderungen der Teilnehmenden an Politik, Verwaltung und Organisationen sind in einem Forderungspapier zusammengefasst und können hier nachgelesen werden: Forderungspapier-Junges-Engagement-staerken


